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Sonja Moor streitet bei Maischberger für gesundes Essen

Sonja Moor, Ökobäuerin aus Hirschfelde bei Berlin und Ko-Vorsitzende des Slow-Food-Conviviums Barnim-Oderland, wird in der nächsten Sendung "Menschen bei Maischberger" für gesunde und nachhaltig erzeugte Nahrung streiten. ""Die Ernährungsrevolution: Die Lüge vom gesunden Essen" ist der provozierende Titel der 75minütigen Diskussionsrunde. Sonja Moor hat nicht zum ersten Mal Gelegenheit, dem einstigen Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke die Leviten zu lesen, der die industrielle Landwirtschaft ebenso vertritt wie Bitburger-Chef Werner Wolf als Präsident der Lobby-Organisation "Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde." Außerdem dabei Fernsehkoch Tim Mälzer, der Heidelberger Medizin-Professor Peter Nawroth und die Schauspielerin Michaela May. Sendetermin: 21. Februar um 22.45 Uhr im Ersten. 

Wiederholungen: Das Erste, 21./22. Februar 2012, 03:00 Uhr -  MDR, 22. Februar 2012, 01:10 Uhr - 3sat, 25. Februar 2012, 23:20 Uhr

Auftakt-Markt zum Kulinarischen Kino

Traditionell veranstalten Slow Food und die Berlinale vor Beginn des Kulinarischen Kinos einen regionalen Markt in der Marheineke-Markthalle in Berlin-Kreuzberg, Bergmannstraße. Wir sind am 4. Februar 2012 von 10 bis 18 Uhr mit einem Stand dabei. Karte.

Sonja Moor Landbau auf der Grünen Woche

Kurzfristig konnten wir einen Stand auf der Internationalen Grünen Woche organisieren. Bis zum 29. Januar gibt es die Schinken, Wurst und mehr von Sonja Moor Landbau in der Bio-Halle 6.2 / Stand 109 (im Demeter-Bereich). 

Rechtzeitig Lammfleisch für Ostern bestellen

Ostern naht, und wünscht sich da nicht einen richtig schönen Lammbraten im Ofen. Die Jungtiere wachsen in den nächsten Wochen heran, und da sollte man rechtzeitig vorbestellen. Hier finden Sie die Preisliste. Außerdem aktuell: Die Preisliste für Galloway- und Wasserbüffel-Fleisch sowie Wurst und Schinken.

"Witty's" am neuen Berliner Flughafen

geknipst-bei-wittys-1034212338 gastronomische Betriebe werden die Fluggäste des neuen Berliner Flughafens "Willy Brandt International" ab 3. Juni auf den verschiedenen Ebenen vorfinden. Und zwar nicht nur McDonald's & Co. sondern auch "Witty's Organic Food". "Witty's"-Inhaber Ernst Exter (Foto) bietet seit 25 Jahren am Wittenbergplatz gegenüber dem KaDeWe Bio-Brat- und Currywurst an, die er selber herstellt. Auch die Bio-Kartoffeln für die Pommes lässt er eigens bei Magdeburg anbauen. Kurt war der erste in Berlin, der die allseits beliebte Currywurst ökologisch korrekt anbot. Und: Er war mit seiner rollenden Wurstbude auf unserem Dorf- und Hoffest. 

Agrogentechnik: BASF wirft das Handtuch

Der Chemiekonzern BASF verlegt den Sitz seines Tochterunternehmens für grüne Gentechnik in die USA. In weiten Teilen Europas fehle Akzeptanz bei der Mehrheit der Verbraucher, Landwirte und Politiker für die Pflanzenbiotechnologie, so der Konzern. Vor allem wegen der Genkartoffel "Amflora" war der Ludwigshafener Konzern immer wieder in die Kritik geraten, und die Politik in der EU und besonders in Deutschland folgte zunehmend der skeptischen Haltung in der Bevölkerung. So hatte die EU für die BASF-Genkartoffel Amflora, die für industrielle Anwendungen gedacht ist, erst nach jahrelangem Ringen im März 2010 den Anbau erlaubt. Der Streit um die Zulassung hatte 13 Jahre gedauert. BASF investierte zuletzt im Jahr rund 150 Millionen Euro in die Pflanzengentechnik.

Die Sprecher des Bundeslandwirtschafts- und des Wirtschaftsministeriums wollten die Nachricht nicht kommentieren. Man äußere sich nicht zu internen Unternehmensentscheidungen.

Nazis geben sich als brave Bio-Bauern

Sie betreiben ökologische Landwirtschaft, wehren sich gegen Gentechnik und nehmen an Anti-Atomprotesten teil - Rechtsextreme auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft. In Mecklenburg-Vorpommern siedeln die sogenannten "braunen Ökologen" vor allem im Raum Güstrow-Teterow. Allein dort sollen inzwischen 60 Erwachsene aus der Szene mit teils zahlreichen Kindern leben.

In einer Studie haben Wissenschaftler der Universität Rostock, Mitarbeiter der Evangelischen Akademie des Landes, der Heinrich-Böll-Stiftung sowie der Regionalzentren für Demokratie Strukturen und Hintergründe untersucht. Demnach hat sich Mecklenburg-Vorpommern zum Zentrum rechtsextremistischer Öko-Siedler entwickelt. Die Experten vermuten auch im Raum Grimmen und im Raum Ludwigslust weitere solcher Gruppen.

Die Rechtsextremisten wollten eine "germanische" und "artgerechte" Form des Lebens aufbauen, sagte Richard Scherer. Scherer ist im Kirchgemeinderat in Reinshagen - einem Dorf, in dem "braune Ökologen" leben. Sie würden gezielt dorthin kommen, weil sie genau wüssten, dass es sich hinsichtlich ökonomischer, kultureller und sozialer Strukturen um einen leeren Raum handelt, sagte Scherer.

Zunächst träten die "braunen Ökologen" zurückhaltend auf, heißt es in der Publikation. Sie seien nicht unmittelbar zu identifizieren und meist auch nicht Mitglied der NPD. Wer sich ihnen jedoch entgegen stelle, müsse mit massiven Anfeindungen rechnen. Der Bürgermeister von Lalendorf im Landkreis Rostock, Reinhard Knaack (Die Linke) etwa habe Morddrohungen erhalten, nachdem er den Hintergrund einer Siedlerfamilie öffentlich gemacht hatte.

Mecklenburg-Vorpommern bietet auch historische Anknüpfungspunkte. In Koppelow nahe Krakow am See unterhielt die völkisch-nationale Siedlungsbewegung der Artamanen in den 1920-er Jahren ihr deutschlandweit größtes Projekt. Zu den Artamanen gehörten unter anderem der spätere NS-Größen wie Heinrich Himmler oder der Auschwitzkommandant Rudolf Höß.

(NDR)

"Wir haben es satt!": Wir sind dabei

Am 21. Januar findet zum zweiten Mal aus Anlass der europäischen Agrarministerkonferenz während der Grünen Woche eine Demonstration und Kundgebung für eine bessere Agrarpolitik statt. Um 11 Uhr geht es auf dem Washingtonplatz (Südseite Hauptbahnhof Berlin) los, der Protestzug geht am Kanzleramt vorbei zum Reichstag, wo es eine hoffentlich machtvolle Kundgebung geben wird. Wir sind mit einem Traktor dabei.

Gentechnik ist schuld: Gift im Blut von Babys

Diese Studie, sagt Yves Zenger von Greenpeace, bestätigt unsere schlimmsten Befürchtungen. Sie beweise, dass die Agrochemiekonzerne das Risiko des Konsums von gentechnisch veränderten Lebensmitteln herunterspiele und die Konsumenten als Versuchskaninchen missbrauchen.

Die Studie, von der Yves Zenger spricht, rückt die jahrelangen Beteuerungen der Gentech-Industrie tatsächlich in ein schiefes Licht: Seit rund zehn Jahren versichern die Konzerne, dass das durch Gentransfer eingebaute Schädlingsgift im Bt-Mais nicht in den menschlichen Organismus gelangen könne und deshalb für die Gesundheit ungefährlich sei.

In zahlreichen Ländern verliessen sich die Lebensmittelsicherheitsbehörden auf diese – meist von der Industrie selbst in Auftrag gegebenen – Sicherheitsstudien und liessen den Anbau von Bt-Mais grossflächig zu.

Eine von den Gentech-Konzernen unabhängige kanadische Studie belegt nun das Gegenteil: Forscher an der Universität Sherbrook in Quebec haben das Bt-Toxin im Blut von Frauen und Neugeborenen nachgewiesen.

Die Forscher hatten 39 gesunden nicht schwangeren Frauen und 30 hochschwangeren Frauen Blut entnommen. Direkt nach der Geburt wurde auch Blut aus der Nabelschnur genommen, über die das heranwachsende Kind im Mutterleib versorgt worden war. Bei 63 Prozent der Nichtschwangeren und bei 93 Prozent der Schwangeren konnten die Forscher das Gift nachweisen. Auch 8 von 10 Babys hatten es im Blut.

Das bedeutet: Das Bt-Gift gelangt über die Nahrungskette (die Forscher vermuten über den Konsum von Fleisch, Eiern oder Milchprodukten von Tieren, die mit Gentechgetreide gefüttert worden waren) in den menschlichen Verdauungstrakt, von dort in den Blutkreislauf, passiert sogar die Plazenta und gelangt via Nabelschnur in die Blutbahn des Babys im Mutterleib.

Petrini: Patenschutz für alle schwarzen Katzen? 

In einem Leitartikel für die römische Tageszeitung "La Repubblica" hat Slow-Food-Präsident Carlo Petrini Brüssel aufgefordert, sich nicht auf die absurden Patentierungen für Gemüse einzulassen. Petrini sieht im dem Streit um das Brokkoli-Patent eine Schlüsselfrage und sagt voraus, dass die Patentierung altäglicher Nahrungsmittel Wirtschaftskriege und einen Aufstand der Verbraucher auslösen könnten. "Die Vebraucher sind auch Bürger", mahnt er die Regierungen. Er zieht einen Vergleich: Es wäre so, als wenn jemand schwarze Katzen züchten, sich dieses Zuchtverfahren als Patent schützen lassen würde und gleichzeitig Patenrechte für alle schwarzen Katzen bekäme, die auf der Welt herumlaufen.

Zum Weihnachtsglück gezwungen

Dass ganze Lastzüge im Ost-West-Verkehr verschwinden, ist nicht neu. Wohl aber dass der Inhalt dieses Mal aus polnischen Weihnachtsgänsen bestand. Die waren für die Kaisers-Supermärkte in Berlin bestimmt, und die Kette hatte mit dem Schnäppchenpreis von 5,99 Euro pro Kilo geworben. Doch daraus ist nun nichts geworden. Wer auf die Gans zum Fest nicht verzichten will, wird nun zu seinem Glück gezwungen: Zu deutschen Weihnachtsgänsen aus Brandenburg oder Dithmarschen. Die gibt es allerdings erst ab 10,99 Euro pro Kilo aufwärts.

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